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Mittwoch, 17. März 2010Kreditkarten-StripteaseZweifelsfrei: Was manche Leute als Vergnügen empfinden, ist reine Ansichtssache - beispielsweise kopfüber an einem Gummiband von einer Brücke hüpfen. Eine neue Dimension ist aber mit der amerikanischen Internet-Community Blippy erreicht, die ihren Nutzern allen Ernstes als Vergnügen preist, ihre Kreditkarten-Transaktionen ins Netz zu stellen und dort diskutieren zu lassen. George Orwell lässt grüßen. Und das Ganze geschieht auch noch freiwillig. So funktioniert die neueste Spielwiese des Web 2.0: Man meldet sich mit Kreditkarten- und Zugangsdaten zu verschiedenen Einkaufsportalen – beispielsweise für Amazon oder iTunes – an und schon erscheint nach dem nächsten Einkauf – Neusprech: Shopping -, was alles an Nützlichem und Überflüssigem den Besitzer gewechselt hat. Andere Blippy-Mitglieder können dann ob des neuesten Schnäppchens beglückwünschen oder auch das arme Opfer einer immens hohen Telefonrechnung bemitleiden. In gewissem Rahmen ist dieser Dienst auch bereits in Deutschland nutzbar. Einerseits klingeln noch die Diskussionen über die Vorratsdatenspeicherung in den Ohren nach, Angst vor Daten-Diebstahl, Betrug beim Onlinebanking - und andererseits diese Art von Web-Exhibitionismus? Vorschlag: Statt persönliche Finanz-Informationen mit der Webgemeinde zu teilen, könnte man doch auch ein wenig von den Finanzen für einen guten Zweck abgeben. Geld statt Infos teilen - das geht bei vielen gemeinnützigen Organisationen ganz einfach und mit geschützten Daten übers Internet. (sf) Freitag, 5. März 2010Post von der BKK Gesundheit
Die Krankenkasse BKK Gesundheit verschickte neulich Briefe an ihre Versicherten. Die meisten Empfänger dürften sich gedacht haben, die BKK werde sich entschuldigen. Denn wie das ARD-Politmagazin Kontraste herausgefunden hatte, setzte die immerhin 2.500 Mitarbeiter zählende Krankenkasse Subunternehmen ein, die in Heimarbeit ungehindert Zugriff auf sensible Versichertendaten nehmen konnten.
Ein Skandal, den der Bundesbeauftragte für Datenschutz, Peter Schaar, etwas vornehmer so umschrieb: „Ein solcher leichtfertiger Umgang mit Sozialdaten ist mir bisher noch nicht unter gekommen.“  Doch der Inhalt der Briefe war ein anderer: Obwohl man bei der BKK Gesundheit also externe Billigkräfte einsetzte, reichte dies offenbar nicht, der Kosten Herr zu werden. Deshalb, so teilt man den Versicherten nassforsch mit, werde man „mit Wirkung zum 1. Februar 2010“ einen Zusatzbeitrag von acht Euro pro Monat erheben – einkommensunabhängig. „Jetzt, wo sich das Defizit abzeichnet, gilt es rasch und entschlossen zu handeln. Weiteres Abwarten würde uns vielleicht kurzfristig „Image-Punkte“ bringen“, versuchen die Vorstände Udo Sennlaub und Thomas Bodmer das Abkassieren zu rechtfertigen. Mal sehen, wer sich wie zur Wehr setzt – gegen Beitragserhöhung und Datenmissbrauch: Die BKK Gesundheit ist das Ergebnis diverser Fusionen, unter anderem mit der BKK für steuerberatende und juristische Berufe... (mp) Montag, 1. März 2010Hinter der Fassade der islamischen Finanzethik
Vor ein paar Wochen hat der Baden-Württembergische CDU-Abgeordnete Reinhard Löffler mit hemmungsloser Naivität von der "islamischen Finanzethik" geschwärmt und das "scharia-konforme System samt Zinsverbot" gelobt. Aufschlussreiche Hintergrundinformationen zum Thema bietet ein Artikel von Udo Ulfkotte über einen islamischen Fonds, der keine Zinsen zahlen darf, aber 9,358 Prozent Rendite hat ... (wh)
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Do, 09.09.2010 08:55
Ironischerweise frage ich mich, inwiefern die "Postbank" z.B. die emotionale Komponente im Rahmen ihrer Kundenakqu [...]
Mo, 06.09.2010 12:57
Mann Leute, lest doch mal genau! Da steht doch, dass der Blog kein Diskussionsbeitrag zu den Thesen von Sarrazin i [...]
Mo, 06.09.2010 12:53
Guten Tag, Meine bekannten und ich haben die gleiche Meinung wie Herr Sarrazin dieser Mann hat recht, nur unse [...]