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Donnerstag, 29. Juli 2010Brüsseler Rettungstage - am 7. Mai wäre der Euro kollabiert
In der Nacht vom 7. auf den 8. Mai stand unsere Währung vor dem Kollaps. Die Staats- und Regierungschefs der Eurostaaten tagten in Brüssel, Nicolas Sarkozy sah sich als „Retter“. Der britische Historiker Peter Ludlow hat nun die Szenen vom dramatischen Euro-Gipfel rekonstruiert.
Der Brüsseler Euro-Gipfel vom 7. Mai war ein sonderbares Ereignis. Die milliardenschwere Rettungsaktion für den Euro geschah in der Nacht vom 7. auf den 8. Mai - die Menschen bekamen davon nichts mit. Im Gegenteil: Drei Tage gingen ins Land, bis den Bürgern in Europa klar wurde, dass ihre Währung offenbar zu kollabieren drohte. Das Ergebnis: Die Geburt eines gewaltigen, nie dagewesenen „Rettungspakets“ von gewaltigen 750 Milliarden Euro – Politiker, Medien und Bürger wurden von den Entwicklungen an den Finanzmärkten regelrecht überrollt. Der britische Historiker Peter Ludlow, Gründungsdirektor des namhaften Brüsseler „Centre for European Policy Studies“, hat nun eine Studie herausgebracht, die genau beschreibt, welche zum Teil heftigen Diskussionen vor und auf dem Gipfeltreffen geführt wurden („In the Last Resort. The European Council and the Euro Crisis, Spring 2010“, Eurocomment Briefing Note Vol. 7, Nr. 7/8). Ludlow ist ein alter Hase in Brüssel, seit Jahren verfasst er kenntnisreiche Berichte über die Treffen der Staats- und Regierungschefs. (wtw) Dienstag, 27. Juli 2010Wie entgehe ich der Datenraupe Facebook?
Ich facebooke, also bin ich. Mehr als eine halbe Milliarde Mitglieder hat das soziale Netzwerk inzwischen, sechs Jahre nach der Gründung. Fehlen noch rund 6,5 Milliarden Menschen rund um den Globus, aber Facebook ist auf einem guten Weg.
Schließlich bekommen schon Säuglinge ihr eigenes Profil von den netzaffinen Eltern angelegt, wehren können sich die Kleinen dagegen nicht. Künftige Klatschreporter werden es einfach haben, wenn sie die Kinderfotos frischgebackener Sternchen künftig bei Facebook nachschlagen können. Aussagen wie "Meine Nase war schon immer so gerade" sind dann einfach nachzuprüfen. Aber nicht nur Kleinkinder werden von der Datenraupe Facebook einverleibt, auch erklärte Facebook-Gegner sind nicht sicher. Die einzige Möglichkeit: Konsequent den Kontakt zu allen Facebook-Nutzern abbrechen. Denn anderenfalls könnten diese sich versucht sehen, Fotos hochzuladen und den erklärten Facebook-Abstinenten auf dem Bild zu markieren. Das Perfide: Er merkt es nicht einmal. Denn dafür müsste er ja Mitglied sein. Noch schlimmer sind Facebook-Nutzer-Freunde, die gleichzeitig ein Smartphone haben. Diese könnten in die Versuchung geraten, das sogenannte Facebook-App zu nutzen. In diesem Fall sind Sie verraten und verkauft. In den AGB heißt es: Wenn du diese Funktion aktivierst, werden alle Kontakte von deinem Handy (Name, E-Mail-Adresse, Telefonnummer) an Facebook gesendet und unterliegen dann den Datenschutzrichtlinien von Facebook. (…). Bitte stelle sicher, dass deine Freunde mit deiner Nutzung ihrer Daten einverstanden sind. Sind die Daten einmal im Netz, sind sie nicht mehr einfach zu entfernen. Damit sie gelöscht werden, muss man eine E-Mail schreiben oder das Kontaktformular nutzen. Klar oder? Zum Hochladen reicht eine kurze Synchronisation per Handy, zum Löschen muss man eine E-Mail aufsetzen. Dem Hamburger Datenschutzbeauftragten Johannes Caspar ist das zu bunt. Er hat ein Bußgeldverfahren gegen Facebook eingeleitet. Ob das was bringt? Wäre jedenfalls einfacher, als allen Facebook-Anhängern den Rücken zu kehren. Übrigens: Niemand zwingt einen, bei Facebook seinen wahren Namen anzugeben. Doch die Pseudonym-Outing-App kommt bestimmt. (cb) Donnerstag, 22. Juli 2010Klare Worte für Verbraucher
Schön transparent, leicht verständlich und verbraucherfreundlich sollten sie werden, die Bankgeschäfte. Ja, das war die Absicht der geistigen Väter und Mütter der Verbraucherkreditrichtlinie. Deshalb fing man bereits beim Namen an und führte diesen Vorsatz bei den Stellen fort, an denen man die einzelnen neuen Vorschriften versteckte. Man nannte es "Gesetz zur Umsetzung der Verbraucherkreditrichtlinie, des zivilrechtlichen Teils der Zahlungsdiensterichtlinie sowie zur Neuordnung der Vorschriften über das Widerrufs- und Rückgaberecht". Das ist doch schon mal ein unheimlich eingängiger Titel.
Und weil man gerade so in Fahrt war, verteilte man die neuen Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch, im Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch, im Unterlassungsklagengesetz, in der Schlichtungsstellenverfahrensordnung, im Bundesdatenschutzgesetz, in der Preisangabenverordnung, im Kreditwesengesetz, in der BGB-Informationspflichten-Verordnung und im Versicherungsvertragsgesetz. Natürlich wurde auch auf diverse Anhänge nicht verzichtet. Und dort wurde in schlichter Klarheit formuliert, zum Beispiel die Berechnung des effektiven Jahreszinses. Das liest sich dann so: "Bei Verträgen, bei denen die Sollzinsen vor der für die Rückzahlung bestimmten Zeit endet und nach deren Ende ein neuer, veränderlicher Sollzinssatz vereinbart wird, der in regelömäßigen Abständen nach einem vereinbarten Index oder Referenzzinssatz angepasst wird, wird angenommen, dass der Sollzinssatz nach Ablauf der Sollzinsbindung dem Sollzinssatz entspricht, der sich aus dem Wert des vereinbarten Indexes oder Referenzzinssatzes zum Zeitpunkt der Berechnung des effektiven Jahreszinses ergibt". So heißt es klar und verständlich in Anhang 2 dieses schönen Gesetzes. (mp) Dienstag, 20. Juli 2010Krake GEZDie Gebühreneinzugszentrale, kurz GEZ, ist uns zwar nicht lieb, aber zumindest teuer: 3,87 Euro zahlt jeder Gemeldete für die Arbeit der 1.125 Kölner Gebühreneintreiber, damit die öffentlich-rechtlichen Anstalten auch über die Mittel verfügen, um entgegen ihrem Sendungsauftrag sich weiterhin im Internet ausbreiten zu können. Rund 7,26 Milliarden Euro leitet die GEZ an die Öffentlich-Rechtlichen, damit diese sich den Großjournalisten Günter Jauch für knapp 4.500 Euro pro Minute leisten können. Und uns dennoch weiterhin in der an sich werbefreien Zeit mit "Diese Sendung wird präsentiert von..." nerven können. Die Zahlen hat übrigens das Medienmagazin "Journalist" zusammengetragen. (mp)Â
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Mo, 06.09.2010 12:57
Mann Leute, lest doch mal genau! Da steht doch, dass der Blog kein Diskussionsbeitrag zu den Thesen von Sarrazin i [...]
Mo, 06.09.2010 12:53
Guten Tag, Meine bekannten und ich haben die gleiche Meinung wie Herr Sarrazin dieser Mann hat recht, nur unse [...]
Do, 02.09.2010 09:01
Die Antwort auf diese Fragen gibt Ayaan Hirsi Ali in ihrem neuen Buch "Nomad – From Islam to America". Da es noch [...]