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Dienstag, 21. Oktober 2008BayernLB und IslandTrackbacks
Daten und Fakten zur aktuellen Finanzlage Islands
Wer glaubt, er sei in einem schlechten Film, wenn er an Islands Bankenlandschaft denkt, der mag wohl wirklich langsam Recht haben. Inzwischen hat die Notenbank Islands den Leitzins erhöht – von 12 Prozent auf 18 Prozent. Wer versteht, was hinter d...
Weblog: Finanzblog
Aufgenommen: Nov 04, 15:28 Kommentare
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Das genialste an der Sache ist ja, dass Wirtschaftsminister Glos, den Kleinspareren Dummheit und Naivität vorwirft. Und nun ist es die eigene Bank, und er als Aufsichtsorgan glänzen selbst mit Selbigem!
Hätte er in der Bildzeitung besser Schweigen sollen. Nur interessant, dass die BayernLB dafür von uns Steuerzahlern "entschädigt" wird, die anderen "Islandgeschädigten" aber im Regen stehen gelassen werden, weil sie ja selbst Schuld sind.....!? Alle sind Gleich nur macnche sind Gleicher..... Die Landesbank selbst wid durch Steuergelder in Milliardenhöhe gestützt.
Aber Sparer von Festgeldkonten, die am Rande des Ruins stehen bekommen gar nichts. Man muss sich das vorstellen: einigen von den Kaupthing Spareren geht es jetzt richtig schlecht. Das sind Schicksale, die sich gerade erfüllen. Da geht es um Menschenleben. Und die Politikerkaste schaltet auf Durchzug, weil nicht persönlich betroffen. Systemversagen. Oha, der Kaupthing-Stachel sitzt bei Biallo wohl sehr tief. Wo man die doch noch als Branchenprimus dargestellt hat, als seriöse Medien schon längst davor gewarnt hatten, dass die isländische Einlagensicherung im Ernstfall nicht viel wert sein dürfte. Und wo Biallo es gar nicht fassen konnte, dass Menschen freiwillig Zinsverluste in Kauf nehmen, indem sie in die Tagesanleihe investieren. Dabei haben die von Biallo nur einen gelben Daumen bekommen, im Gegensatz zum grünen Daumen für Kaupthing.
Andere als Biallo würden jetzt vielleicht ganz kleine Brötchen backen. Aber Biallo hat ja noch nie eine Gelegenheit ausgelassen, wenn es gegen Sparkassen geht. Hallo Klaus,
ich weiß nciht wer bei Ihnen als seriös gilt. Aber bis eine Woche vorher waren im öffentlich rechtlichen Fernsehen bei Verbracuhermagazinen Werbung und Emphelungen zu sehen. Gewarnt hatte man jetzt hinterher. Außerdem war das Rating ebenfalls bis 3 Tage vor der verstaatlichung auf den besten Werten. Wenn es alle gewusst haben, wie jetz behauptet wird, weshalb wurde es da nicht öffentlich gemacht? Stattdessen wurde kräfig weiterempfohlen. Und dass ein Staat bankrott geht...also bitte.... wie soll man das bei der Geldanlage berücksichtigen. Dann gibt es nur noch Kopfkissen. Ich empfinde es auch nicht als Angriff auf die Sparkasse, sondern auf die Gerechtigkeit. Wasser predigen und Wein trinken. Is doch ok, wenn versucht wird das beste rauzuholen. Aber dann hinterher eine Gruppe in aller Öffenltichkeit als dumme und naive Kleinanleger hinzustellen und die anderen als Opfer ist schon sehr fragwürdig.....Vorallem jetz den Staat um Hilfe bemühen und die Steuergelder erneut verprassen, während bei den Kleinanlegern Existenzen zu Nichte gemacht werden. PS: bin nicht von biallo! Den Vorwurf der Dummheit und Naivität halte ich für zu hart. Aber Fakt ist: Jeder der hören und sehen wollte, konnte die warnenden Stimmen hören. Und spätestens seit September wurde regelmäßig im Wirtschaftsteil der Zeitungen über die prekäre Lage in Island berichtet. Finanztest hat aufgrund dieser Situation ausdrücklich von Kaupthing Edge abgeraten, vgl. z.B. Interview mit boerse.ard.de vom 18.9.
Alles nicht mitgekriegt? @Klaus
Das sehe ich ähnlich, denn hier sollte man schon eine hinreichend differenzierte Betrachtung anstellen. Wer sein Geld online bei Internet-Banken mit Sitz im Ausland anlegt, gleichzeitig immer auf die berühmte "Eigenverantwortung" pocht und jeden Tag die "Freiheitglocke" der privaten Banken und der privaten Wirtschaft läutet, sollte wissen, was er da tut und dann im Falle des Falles auch persönlich die Konsequenzen tragen und die Verantwortung im Risikofall nicht auf die Allgemeinheit und die Steuerzahler abwälzen. Vollkommen anders stellt sich dies dar, wenn z.B. eine 20 Jahre alte Krankenschwesternschülerin, die von Inflation, Liquidität, Inhaberschuldverschreibungen und Ratingagenturen keine Ahnung hat, zu ihrem "Anlageberater" bei der XYZ-Bank geht und 5.000 Euro Erspartes "sicher" anlegen möchte. Es gibt übrigens Newsletter, die mit der "Freiheit" von Bürgern sorgfältiger umgehen wie folgende Zeilen (man beachte das Datum!) - gefunden auf http://www.modern-banking.de/n/0804091.htm - belegen: (Zitat Anfang) News: Meldung vom 9.4.2008 Zinssprung bei Kaupthing Edge stimmt nachdenklich Die isländische Kaupthing Edge erhöhte zum 9.4.08 die Tages- und Festgeldzinsen mehr als deutlich. Die Tagesgeldverzinsung liegt nunmehr bei 5,10% (vorher: 4,80%) und wird bis 1.1.09 garantiert. ... ... Der Einlagensicherungsfonds ist privatwirtschaftlich organisiert, denkbar wäre, dass in solch einem Fall auch Staatsgelder eingesetzt würden. Wenngleich z. B. die geringe Staatsverschuldung und die ökonomische Flexibilität generell für die hoch entwickelte isländische Volkswirtschaft sprechen, sind einige weitere Kennzahlen ungünstig. Die Inflation liegt bei 8,7%. Die Landeswährung hat in den vergangenen Monaten gegenüber dem Euro mehr als ein Viertel an Wert verloren. Zur Stützung der Währung musste die Notenbank zuletzt den Leitzins auf 15% anheben. Vor diesem Hintergrund und der Entwicklung in den letzten Tagen nehmen wir die Angebote von Kauphting Edge vorsorglich aus den Vergleichen. (Zitat Ende) |
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