Was politische Diskussionen angeht, neigt der eine oder andere - oft sogar entgegen eigener Intention – zur Schwarz-Weiß-Malerei. Da ist die Agenda 2010 ein kompletter Reinfall gewesen, wenngleich die wenigsten wissen, was sich eigentlich en detail dahinter verbirgt. In Afghanistan verteilen die Deutschen entweder Bonbons oder sind Kriegstreiber. Und der Fiskus schröpft ohnehin nur den kleinen Mann.
Dabei könnte das Leben so bunt sein! An Meinungen. An Lebensentwürfen. An Alternativen. Übrigens auch an Briefumschlägen. Letzteres funktioniert aber nur bedingt mit der Deutschen Post. Zumindest lässt sie es sich teuer bezahlen. Wer einen Standardbrief innerhalb Deutschlands verschickt, zahlt dafür gewöhnlich 55 Cent. Was viele nicht wissen: Für bunte Briefe sind 90 Cent fällig. Begründung: Die Maschinen in den Briefzentren könnten auf farbigen Umschlägen die Adresse zuweilen nicht erkennen - so, so.
Wer sich über die Farbenblindheit deutscher Postverteilermaschinen hinwegsetzt und bunte Geburtstagswünsche mit Standard-Porto in den Kasten wirft, verschickt teure Grüße. Der Empfänger muss nicht nur die 35 Cent Aufschlag sondern auch noch 51 Cent „Einziehungsgeld“ löhnen. Den Farb-Zuschlag des Versand-Dienstleisters moniert nun die Monopolkommission. Verbraucherschützer halten ihn für nicht rechtens, da er nirgends explizit aufgeführt wird. Chancen auf eine buntere Briefwelt ohne Mehrkosten - und damit ein noch farbenfroheres Leben? Wir dürfen gespannt sein! (sf)
Neueste Kommentare
Mo, 06.09.2010 12:57
Mann Leute, lest doch mal genau! Da steht doch, dass der Blog kein Diskussionsbeitrag zu den Thesen von Sarrazin i [...]
Mo, 06.09.2010 12:53
Guten Tag, Meine bekannten und ich haben die gleiche Meinung wie Herr Sarrazin dieser Mann hat recht, nur unse [...]
Do, 02.09.2010 09:01
Die Antwort auf diese Fragen gibt Ayaan Hirsi Ali in ihrem neuen Buch "Nomad – From Islam to America". Da es noch [...]