Was dem deutschen Staat besonders wichtig ist, darüber hat sich Finanzminister
Wolfgang Schäuble in einem Interview zum Thema Steuerflucht und Datenkauf mit der "Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag" vom 7. Februar klar und deutlich geäußert: "Der Zweck heiligt nicht grundsätzlich alle Mittel. Vor einigen Jahren hatten wir eine Debatte um die Entführung eines Kindes [
gemeint ist der Mordfall Jakob von Metzler, wh]. Hier ging es um die Frage, ob man Folter androhen darf, um Informationen zu erhalten. Ich habe dort klargemacht, dass hier nie der Zweck die Mittel heiligen kann. Die Würde des Menschen ist unantastbar. Aber es gibt andere Fälle, in denen der Zweck die Mittel heiligen kann, wie im Fall der Steuerhinterziehung. Der Zweck ist die gleichmäßige Besteuerung aller Bürger" (zitiert nach Weltwoche Nr. 7/2010).
Diese Äußerung muss man sich ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen – bis ihre Bedeutung sich im Gehirn entwickelt: An das Geld seiner Untertanen Bürger zu kommen ist dem deutschen Staat offenbar wichtiger als das Leben seiner Bürger zu schützen. (wh)
Neueste Kommentare
Do, 09.09.2010 08:55
Ironischerweise frage ich mich, inwiefern die "Postbank" z.B. die emotionale Komponente im Rahmen ihrer Kundenakqu [...]
Mo, 06.09.2010 12:57
Mann Leute, lest doch mal genau! Da steht doch, dass der Blog kein Diskussionsbeitrag zu den Thesen von Sarrazin i [...]
Mo, 06.09.2010 12:53
Guten Tag, Meine bekannten und ich haben die gleiche Meinung wie Herr Sarrazin dieser Mann hat recht, nur unse [...]